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18. Oktober 2009

Marc Selby

Job Blog

Am 18. Oktober 2009 war Marc Selby, ein alter Bekannter für die Rhedenser Blues-Rock-Fans, zu Gast im Blues in Rhede. Sound: Stony Broke, Fotos: Christian Giese.

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Konzert-Bericht / BBV

Aus den endlosen Weiten Colorados war ein Mann aus den einsamen Bergen herabgestiegen, um im Rheder „Blues“ für eine eingeschworene Fangemeinde Höhepunkte musikalischer Schaffenskraft zu präsentieren. Der aus Oklahoma stammende Blues- und Rockmusiker Mark Selby, der seine Heimat in Nashville gefunden hat, ließ sich von der naturgewaltigen Berglandschaft, in die er sich im Sommer 2007 zurückzog, zu seinem neuen Album „Nine Pound Hammer“ inspirieren. Die daraus resultierenden Songs bestimmten einen Großteil des Konzertprogramms, das das Blues-Rock-Trio am Sonntagabend auf Einladung des AKKU Rhede in exzellenter Form zu Gehör brachte. Mit einem herzlichen „Great to be back in Rhede“ begrüßte Mark Selby, der die Stadt bereits zum dritten Mal mit seiner Band besuchte, die Gäste der Blues-Session wie alte Freunde, die bereits beim ersten Stück „Down In the Flood“ die Wiedersehensfreude mit ihm teilten. Nach „Don´t You Throw That Mojo on me“ und „Cold One Closin´ In” bestimmte der Blues in seiner reinsten Form die Bühne. „Baby I Do“ floss träge und voller Soul durch die Menge, Zeit und Raum verloren angesichts der melancholischen Gitarrenschluchzer die Bedeutung und Selbys Instrumentalakrobatik kannte keine Grenzen. Mit „You´re Gonna Miss My Love“ kehrte der Rhythmus zurück und riss die Fans temperamentvoll mit durch den Song, der in einer musikalischen Materialschlacht im positivsten Sinne endete und Begeisterungsstürme beim Publikum auslöste. Eine kleine Pause gönnte sich Selby im Anschluss, als sein Bandkollege und Songwriter Daryl Burgess (D.B., genannt „Der Groover von Vancouver“), der die Drums in Perfektion beherrschte, „You Are So Beautiful“ stimmgewaltig in bester Joe Cocker Qualität präsentierte. Bassist und Gitarrendesigner Charles (Chopper) Anderson brachte sich mit vielen erstklassigen Soli ein und kam besonders bei „Leveler, Reveler“ zum Zuge, wobei er nicht nur das Trommelfell zum Vibrieren brachte. Vielen bekannt war die Rocknummer „Blue On Black“, die Selby für Kenny Wayne Shepherd geschrieben und damit weltweit Erfolge erzielt hatte. Viel Abwechslung bot der Groove von „I Stole Your Love“ und das leidenschaftliche, energiegeladene „Guitar In The Rain“. Leidenschaftlich war auch das Zusammenspiel der drei begnadeten Musiker, die auf der Bühne eine unglaubliche musikalische Harmonie entwickelten. Selby selbst beschreibt seine Kollegen als „…eine wahrhaft unglaubliche Rhythmuseinheit. Ich liebe diese Band dafür, dass sie sowohl Power als auch Empfindsamkeit hat“. Höchst sensibel reagierte auch das Publikum, das sich für den abwechslungsreichen Abend mit wilden als auch bewegenden Momenten durch heftigen Applaus bedankte und energisch nach einer Zugabe verlangte, die die Ausnahmemusiker gerne gewährten.

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