Am 21. November 2009 stand das Blues in Rhede ganz im Zeichen von Rock ‘n Roll, Punk & Garage, Shenaniganz aus Oberbayern waren zu Gast und räumten den Laden richtig auf. Sound: Stony Broke, Fotos: Christian Giese.
WER GLAUBEN WIR, WER WIR SIND
Shenaniganz (Irisch: Schabernack, Unsinn) nennen sich die vier Musiker aus dem oberbayrischen Haag. Ihr Musikstil ist eine Mischung aus Rock’n'Roll, Garage, Rock und Punk. Sie spielen seit 2004 zusammen. Bestehend aus Georg Raig (Gesang, Gitarre), Daniel Rehbein (Gesang, Gitarre),Tobay Reich (Bass) und Dom Rehbein (Schlagzeug). Vorbilder der Band und musikalische Einflüsse finden sich bei den Rolling Stones, Ramones oder auch Led Zeppelin.
ERSTE SCHRITTE
Die ersten Bandversuche startete Daniel mit seinem befreundeten Drummer Marcel Ende 2002. Dom spielte damals zwar schon Schlagzeug, wollte sich aber damals noch nicht in die zweiköpfige Combo “No Smoking” seines Bruders einklinken. Georg hatte zu dieser Zeit noch nichts mit Musikmachen zu tun. Als Dom seinen Klassenkameraden Georg zu seiner Geburtstagsfeier einlud, kam es zum alles verändernden Zusammentreffen. Georg lernte den musikbesessene Daniel kennen und wurde sofort von dessen Besessenheit infiziert. Man verstand sich prima und es dauerte nicht lange, bis Georg ein fester Bestandteil der wöchentlichen Jamsessions war. Man schrieb sofort Songs und benannte die nun dreiköpfige Combo “SHENANIGANZ”. In dieser Zeit schufen sie Songs wie z.B. Pin-Up Girl, My live und Hangin’ with the boys, welches es später noch auf’s aktuelle Album schaffen sollte. Man entschied sich nicht die Songs bis zur Perfektion im Bandraum zu üben, sondern gleich ins kalte Wasser zu springen und live zu spielen. Nach zwei Gigs verließ der Drummer die Shenaniganz und man suchte nach schnellem Ersatz, da in zwei Wochen wieder ein Gig anstand. Der kürzeste Weg führte sie natürlich zu Daniels Bruder Dom. Es war faszienierend, wie schnell er die Playlist einstudierte. Seitdem ist er ein festes Mitglied der Shenaniganz. Tobay (Künstlername, sein richtiger Name lautet eigentlich Tobias) wurde Ende 2004 an den Bass geholt und vervollständigte damit die Shenaniganz. Erst nach langer Suche und verschiedensten Listenings war er der letzte in Frage kommende und am besten passende “Basstard”. Die Band war komplett. Vier verschiedene Individuen, so unterschiedlich wie Tag und Nacht und ein Gedanke…Musik.
KICK OUT THE JAMS
Im Herbst 2005, ein Jahr später, wurden sie durch eine Werbung auf das Schooljam-Festival aufmerksam und meldeten sich da auch gleich mit ihren beiden Songs ’25 Years ago’ und ‘Carolina’ an, die gerade mal eine Woche davor fertig gestellt wurden. Generell wurden immer alle Songs live getestet und nie lange im Bandraum geprobt. Eine Komponente die Ihren ruf als Liveband prägen sollte. Shenaniganz bestehen seit Anfang an aus jammen und spielen. Diese veraltete Tradition wird von den Jungs stets aufrecht erhalten. Daniel und Tobay spielen z.B. in einigen kleinen Nebenprojekten, Daniel und Dom nahmen an den Workshops des Zikomm Festivals (Franzosen und Deutsche jammen in Coburg) teil, da die Shenaniganz für einen Auftritt hier 2006 gebucht worden waren. Daniel und Georg jammten auch bei und mit der Krautrock-legende Amon Düül II. Die Qualifikation zu Schooljam wurde ausgefüllt und los ging es. Daniel meinte in einem Interview dazu “…Es geht bei solchen Sachen überhaupt nicht darum, andere Bands ‘fertig zu machen’ sondern darum, sich selbst besser einschätzen zu können”. Alle gingen in diesen Wettbewerb mit der Absicht andere Bands kennen zu lernen und einfach den Spass, den sie am spielen haben den Leuten zu zeigen. Eingeschätzt wurden sie von der Jury dennoch… als “Beste Schülerband Deutschlands 2006″.
LIFESTYLE OF THE RICH AND FAMOUS
Doch es blieb keineswegs Zeit, diesen Erfolg auszukosten, stand doch im Juni der erste große Festival Auftritt bei Rock am Ring, sowie Aufnahmen im Studio 301 (Köln) bei Uli Pallemanns an….und das Regiofinale des weltweiten Emergenza-Wettbewerbs. Sie belegten dort einen beachtlichen 4. Platz. Des Weiteren wurde noch ihr Video zu ihrem Song “Carolina” bei Katapult-Film in Berlin gedreht, dass ebenfalls noch als Preis aus dem Schooljam hervorging. Der Staub, welcher hierdurch aufgewirbelt wurde hinterließ Spuren bis nach Südkorea, wohin sie 2007 für das 6th international art festival in Gangneung als Stellvertreter für Deutschland eingeladen wurden. Dieses Erlebnis war dermaßen intensiv und begeisternd, dass es wohl nie wieder aus ihren Köpfen zu streichen werden wird.
ANJONG HASEO
Für die Reise nach Süd Korea musste man einen Platz im Flieger mehr buchen als erwartet. Bei einem ihrer vielen Auftritte befand sich unter den Leuten auch Wolfgang Kerinnis (Gitarrist bei der Prog-Metal Band Dreamscape).
WER’S WOOF
Er war eigentlich da, um eine befreundete Band zu sehen, aber daraufhin so angetan von den vier jungen Musikern war, dass er sich spontan dazu entschied sie in sein Label zu signen. Selbst Uli Pallemann’s Aufnahme von „Carolina“ wurde nochmals aufgenommen. Offizieller Releasetermin wurde mit Oktober 2007 angegeben und man durfte gespannt auf die Ankündigung warten. Jedoch wird die CD nun am 25. Januar nochmals released um den Labeldeal mit Silverwolf-Productions (Wolfgangs Label) zu feiern…